Wo sind wir hier überhaupt?

Zunächst ein paar einfache Dschungel-Gesetze, damit du nicht die Kokosnuss in den Sand wirfst:

Frustrationstoleranz und Humor sind Waffen, die du beim Investieren brauchst, insbesondere wenn es um Aktien geht. Oft scheint bei Verlusten oder ausbleibenden Gewinnen rückblickend klar, was man hätte tun sollen (übrigens der erste typische Denkfehler namens „Hindsight bias“)! Rein logisch gesehen kannst du nicht immer die „richtige“ Entscheidung treffen, sondern manchmal klappt es und manchmal nicht. Manche Fehler kann man aber vermeiden, wenn wir lernen, in welche Fallen jede*r leicht tappt.

Nimm deine Zeit. Es ist wichtig, dass du beginnst, dir Zeit für dieses Thema zu nehmen und beginnst, deine ersten Umsätze zu tätigen. Das können 10 Minuten pro Tag sein, 2 Stunden jedes Wochenende, oder wie es für dich passt. Finanzen brauchen eine Kontinuität in deinem Leben und du kannst sicher sein, dass du nicht den Überblick verlierst.  

Je nachdem, wie viel du selbst bestimmen möchtest in deinem Portfolio, so viel mehr oder weniger Zeit musst du aufwenden. Es gibt die Individualist*innen (wie mich), ich will immer genau wissen was ich da kaufe, wie sich das Unternehmen macht, oder der entsprechende ETF. Mein Portfolio habe ich mir selbst zusammen gestellt aus Aktien und ETFs, wo ich lange für die Entscheidungsprozesse brauchteEs geht aber auch einfacher. Und zwar zunächst einfach einmal mit ETFs anzufangen, sich diese anzuschauen, zu entscheiden in welchen Sektor du investieren willst, zum Beispiel auch ob dir Nachhaltigkeit wichtig ist. Und dann kommt das Timing: Du kannst regelmäßig einen Betrag investieren, also einen Sparplan erstellen, oder selbst größere Summen sammeln, die du einmalig investierst (Einmalanlage). Hier ist zu beachten, dass Kursschwankungen zum „Cost-Average-Effect“ führen, das heißt, dass sich niedrige und hohe Preise im Kurs über die Zeit ausgleichen, wenn man mehrfach über einen Zeitraum Einlagen vornimmt, in Form eines Sparplans oder in der Form, dass man eine höhere Einlage auf mehrere Zeitpunkte splittet. Hast du jedoch das Geld gerade zur Verfügung profitierst du bei einer Einmalanlage vom Zinseszinseffekt – Eine Kombination beider Strategien kann sinnvoll sein, indem du eine Sparplan hast und Einmalanlage zusätzlich vornimmst.

Typische Fehler müssen nicht sein

Immer, wenn wir etwas lernen, werden dabei Fehler passieren. Auch du wirst trotz aller Vorbereitung Dinge übersehen, Fehler machen und genau dadurch lernen. Zum Beispiel wird es einige Investitionen brauchen, bis du lernst verschiedene Situationen zu unterschieden, wie zum Beispiel ob du wirklich unter Zeitdruck stehst und eine Chance vor dir steht, bei der du jetzt zuschlagen musst, oder ob nur die Emotionen hoch gekocht sind. Die Kunst besteht darin, nicht die gleichen Fehler zweimal zu machen und die Fehler zu vermeiden, die bereits unzählige Dschungel-Erkunder*innen vor dir gemacht haben und du von ihrem Wissen profitieren kannst. Daher habe ich hier  Expert*innentipps zusammen getragen.

Das Ziel ist ein positiver Gewinn- Durchschnitt

Investieren ist eine Sache der richtigen Entscheidungen, verbunden mit einem Rest Zufall. Viele Risiken kann man minimieren, indem man lernt und sich informiert, der Rest bleibt dem Glück überlassen. Oft ist es so, dass man lange Zeit mit dem Beschaffen von Wissen beschäftigt ist und länger auf eine Entscheidung hinarbeitet. Das kann sich so anfühlen, als passiere nichts. Jedoch ist es wichtig, dass du dir Zeit nimmst! Erst, wenn du weißt, welche Grundlagen du beachten musst, kannst du eine möglichst gute Entscheidung treffen. Beachte aber, dass du immer auch Geld verlieren wirst. Das ist normal. Das wichtige ist, dass deine Investitionen insgesamt positiv verlaufen, dabei werden zwischenzeitlich immer einige Investitionen Geld verlieren und andere Geld gewinnen. Das Ziel ist es, einen positiven Durchschnitt zu erreichen. Bleibe gelassen mit dem richtigen Mindset.